Phase 1
Qualifikation - Frauen mit und ohne Flüchtlingshintergrund, die selber Mütter sind und eine Aufgabe suchen, werden zu verschiedenen Themen rund um die Entwicklung und Erziehung von Kindern, über das deutsche Bildungs- und Gesundheitssystem, über örtliche Unterstützungsmöglichkeiten (Ämter und Behörden, Beratungsstellen, Jobcenter, Jugendamt usw.) qualifiziert. Dabei werden auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft und in der Familie thematisiert, ebenso Fragen der Gewaltprävention.
Phase 2
Einsatz - Die so ausgebildeten Stadtmütter geben anschließend ihr Wissen an andere Frauen und Familien weiter. Als Sprach- und Kulturmittlerinnen gewinnen die Stadtmütter bei Hausbesuchen das Vertrauen der Frauen, informieren sie über in Deutschland gelebte Werte und Vorstellungen und laden sie ein, bei einzelnen Veranstaltungen oder beim regelmäßig im Mehrgenerationenhaus Wismar stattfindenden Frauencafé ihre Kenntnisse zu erweitern und ihre kulturellen Vorstellungen auszutauschen. Sie vermitteln bei Problemen zu Unterstützungssystemen und begleiten gegebenenfalls zu Ämtern, zur Schule oder zum Kindergarten. Gemeinsame Feste bieten die Möglichkeit zu Austausch und Information und sind Türöffner, um mit Frauen in Kontakt zu kommen. Sie bieten gleichzeitig Gelegenheit zum Austausch mit den deutschen Nachbarn und bauen damit kulturelle Barrieren ab.




