Stadtmütter Wismar

Mit dem Projekt Stadtmütter Wismar werden vor allem Frauen mit (und ohne) Migrationshintergrund qualifiziert, um die isoliert lebenden Frauen in ihrer Häuslichkeit aufzusuchen, sie zu informieren und sie zu motivieren, am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen. Sie werden gestärkt, Verantwortung für sich selbst und ihre Kinder aktiv wahrzunehmen und ermutigt, sich aktiv in ihrem Wohnumfeld z. B. bei Stadtteilfesten und Veranstaltungen einzubringen. Bei diesen Veranstaltungen entstehen Kontakte zur deutschen Bevölkerung. Vorurteile werden dabei bgebaut.

Weitere Informationen

In der Hansestadt Wismar leben viele zugewanderte Flüchtlingsfamilien unterschiedlichster Nationalitäten. Ein Teil der Frauen lebt sehr zurückgezogen. Ihre Familien sind oft die einzigen Bezugspersonen. Kenntnisse über das hiesige Bildungssystem, über deutsche Wertvorstellungen, gesellschaftliche Hintergründe, Verwaltungsvorgänge, hier geltende Rechte von Frauen und Kindern, über Gewaltprävention, zu Gesundheitsfürsorge, Ernährung und anderen wichtigen Themen sind unvollständig, falsch oder fehlen. Außedem leben in Wismar auch deutsche Frauen mit einem geringen Zugang zu Bildungs- und Unterstützungssystemen. Die gesellschaftliche Isolation verhindert den Prozess der Integration.

Qualifikation & Einsatz

Phase 1

Qualifikation - Frauen mit und ohne Flüchtlingshintergrund, die selber Mütter sind und eine Aufgabe suchen, werden zu verschiedenen Themen rund um die Entwicklung und Erziehung von Kindern, über das deutsche Bildungs- und Gesundheitssystem, über örtliche Unterstützungsmöglichkeiten (Ämter und Behörden, Beratungsstellen, Jobcenter, Jugendamt usw.) qualifiziert. Dabei werden auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft und in der Familie thematisiert, ebenso Fragen der Gewaltprävention.

Phase 2

Einsatz - Die so ausgebildeten Stadtmütter geben anschließend ihr Wissen an andere Frauen und Familien weiter. Als Sprach- und Kulturmittlerinnen gewinnen die Stadtmütter bei Hausbesuchen das Vertrauen der Frauen, informieren sie über in Deutschland gelebte Werte und Vorstellungen und laden sie ein, bei einzelnen Veranstaltungen  oder beim  regelmäßig im Mehrgenerationenhaus Wismar stattfindenden Frauencafé ihre Kenntnisse zu erweitern und ihre kulturellen Vorstellungen auszutauschen. Sie vermitteln bei Problemen zu Unterstützungssystemen und begleiten gegebenenfalls zu Ämtern, zur Schule oder zum Kindergarten. Gemeinsame Feste bieten die Möglichkeit zu Austausch und Information und sind Türöffner, um mit Frauen in Kontakt zu kommen. Sie bieten gleichzeitig Gelegenheit zum Austausch mit den deutschen Nachbarn und bauen damit kulturelle Barrieren ab.

  • Projektkoordinatorin
    Nancy Voigt

    Hans-Grundig-Straße 34
    23966 Wismar
    Mobil: 0174 9499092
    n.voigt(at)drk-nwm(dot)de

    Das Projekt wird von der Hansestadt Wismar, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Agerholm-Stiftung und dem Lions-Club unterstützt.

  • Ein Ort für generationenverbindende Begegnungen, Vernetzung und Austausch

    Neben den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist die 2009 verabschiedete „Policy on Migration” eine wichtige Grundlage für die Unterstützung von Migranten und Migrantinnen und Flüchtlingen durch das Rote Kreuz weltweit.

    Ein Ort für generationenverbindende Begegnungen, Vernetzung und Austausch

    Neben den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist die 2009 verabschiedete „Policy on Migration” eine wichtige Grundlage für die Unterstützung von Migranten und Migrantinnen und Flüchtlingen durch das Rote Kreuz weltweit.